Markus 2,13-17: Warum Jesus die Zöllner liebte
Jesus sitzt plötzlich mit Zöllnern und Sündern am Tisch. Die religiösen Leiter sind schockiert. Doch Jesus macht klar: Er ist nicht für die gekommen, die sich gerecht fühlen - sondern für Menschen, die wissen, dass sie ihn brauchen.
BibelstellenKlicken Sie auf einen Vers, um alle Videos zu dieser Bibelstelle zu sehen.
Transkript
Moin, Servus und Grüezi, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe von Bible Study. Hundert Prozent biblisch, Geist erfüllt mit Jesus im Zentrum.
Wir lesen heute miteinander in der Bibel, dem Wort Gottes. Gottes Wort, so steht es selbst in Hebräer vier Vers zwölf, ist ein unbestechlicher Richter über die Gedanken und über die geheimsten Wünsche unseres Herzens.
Wir Menschen, wir haben ja die Tendenz, unseren eigenen Weg gehen zu wollen. Wir haben die Tendenz, unsere eigenen Regeln machen zu wollen. Und wir haben die Tendenz, uns Gott so hinzubiegen, wie es unserem Weltbild entspricht oder eben wie es in die geheimsten Wünsche unseres Herzens passt. Aber weißt du, Gott lässt sich nicht hinbiegen. Er ist so, wie er ist. So stellt er sich ja auch selbst vor.
Er sagt: "Ich bin, der ich bin."
Und so wollen wir heute die Bibel miteinander öffnen, dieses Wort Gottes, das uns eben ein unbestechlicher Richter ist, das uns ganz klar zeigt, welchen Weg Gott für uns vorgesehen hat, welche Regeln Gott aufgestellt hat und wer Gott wirklich ist. Bist du dabei?
Wir lesen heute miteinander im Markus-Evangelium, dieser Jesus-Biografie, geschrieben von Markus, diesem jungen, äh, Nachfolger von Jesus. Und zwar lesen wir heute im zweiten Kapitel die Verse dreizehn bis siebzehn.
Es ist immer gut zu wissen, wo man im Bibeltext ungefähr steht und deswegen möchte ich dir so die Geschichte, die kurz vor unserer, unserem Bibelabschnitt steht, erläutern. Jesus, der war in Kafarnaum. Und dann waren sehr viele Leute vor seinem Haus, um sein Haus herum, in seinem Haus und alle wollten ihm zuhören. Speziell ist, dass da wirklich auch Schriftgelehrte aus ganz Israel da waren. Also viele Pharisäer waren mit am Start, aus einem einzigen Grund, um herauszufinden, ob Jesus wirklich der Messias ist, wie er das selbst von sich behauptet hat.
Nun, als da so viele Leute waren, als Jesus lehrte, da kamen vier Männer und brachten einen gelähmten Mann. Sie wollten den zu Jesus bringen, damit Jesus den heilt, aber sie kamen nicht zu ihm durch. Und so haben sie sich hinters Haus begeben, gingen da die Treppe hoch auf dieses Flachdach und haben doch tatsächlich angefangen, das Dach abzudecken. Also die haben nicht nur einen Ziegel weggenommen, die haben sich da wirklich durchs Dach durchgebuddelt und haben dann Jesus direkt, haben dann diesen Mann direkt vor Jesus, ähm, auf die Fü..., vor Jesus' Füße runtergelassen. Und dann hat Jesus etwas getan, was alle wirklich erstaunt hat. Ich mein, alle haben natürlich erwartet, dass Jesus diesen Mann heilt, ne. Deswegen sind die ja auch zu ihm gekommen. Aber Jesus hat diesen Mann angeschaut und hat gesagt:
"Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben."
Warum hat er das getan? Weil Jesus wusste, dieser Mann, der ist zwar krank, das scheint ein großes Problem für ihn zu sein oder war bestimmt auch ein großes Problem, aber Jesus wusste, dieser Mann hat noch ein viel größeres Problem. Es ist seine Sünde, die ihn von Gott trennt.
Unser Hauptproblem auf dieser Welt ist, dass wir von Gott getrennt sind, dass wir nicht mehr in dieser Liebesbeziehung mit Gott drin sind. Und deswegen hat Jesus diesem Mann seine Sünden vergeben. Und das hat dann die Pharisäer, die Schriftgelehrten, die da waren, wirklich schockiert. Die, für die war klar, hier begeht Jesus Gotteslästerung, denn nur einer kann Sünden vergeben und das ist Gott. Und na ja, da hatten sie ja recht, die Pharisäer, nur Gott kann Sünden vergeben. Aber was sie halt nicht realisiert haben, ist, dass Jesus wirklich Gott ist. Und so hat dann Jesus, um diese Pharisäer doch noch zu gewinnen, um sie umzustimmen, hat er ihnen gesagt:
"Schaut, ich will euch zeigen, dass ich, dass der Sohn des Menschen", somit sagt er, der Messias, "ich will euch zeigen, dass ich die Vollmacht habe, hier auf der Erde Sünden zu vergeben."
In dieser Situation, in dieser aufgeladenen Stimmung steigen wir jetzt in den Bibeltext ein. Ich werde zuerst noch beten, dass der Heilige Geist uns die Augen öffnet und dann lesen wir einmal den Text durch, diese fünf Verse, und schauen uns das dann Vers für Vers an. Okay, lass uns beten.
Jesus, ich danke dir, dass du der Retter bist dieser Welt, dass du der Messias bist, der Heiler, der Befreier. Ich danke dir, dass du auf diese Erde gekommen bist, um uns zu suchen und uns, uns zu retten. Und ich bitte dich, dass du jetzt, während wir im Bibeltext lesen, dass du zu uns sprichst. Ich bitte dich, dass du da, wo wir ein hartes Herz haben, dass du unsere Herzen weich machst. Und ja, ich bitte dich ganz besonders, dass du uns Offenbarung schenkst über diesem Wort. Heiliger Geist, ich bitte dich, dass du uns die Augen öffnest für die Geheimnisse des Evangeliums, die Geheimnisse der Bibel. Ich bitte dich, dass du uns das, diesen Bibeltext übersetzt, dass wir verstehen, was du uns sagen willst. In Jesu Namen, Amen. Amen.
Gut, dann würde ich sagen, steigen wir ein. Ich lese einmal die fünf Verse. Markus, Kapitel zwei, Vers dreizehn.
"Danach ging Jesus wieder hinaus an den See. Die ganze Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie. Als er weiterging und am Zollhaus vorbeikam, sah er dort Levi sitzen, den Sohn des Alphäus. Jesus sagte zu ihm: "Folge mir nach." Da stand Levi auf und folgte Jesus. Später war Jesus in Levis Haus zu Gast. Zusammen mit ihm und seinen Jüngern nahmen viele Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten, an dem Essen teil. Die Zahl derer, die ihm nachfolgten, war groß." Als nun die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass Jesus mit solchen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: "Wie kann er nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?" Jesus hörte das und entgegnete ihnen: "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder."
Soweit einmal im Bibeltext. Und jetzt schauen wir uns da Vers für Vers an, was da drinsteht und ja, was, was, äh, die Bibel uns da sagen will.
Erster Vers, Vers dreizehn: "Da ging Jesus wieder hinaus an den See. Die ganze Menschenmenge kam zu ihm und er lehrte sie." Wo war Jesus? Er war in Kafarnaum. Das war eine Stadt im Norden Israels. Das war die Base von Jesus. Wenn er im Norden Israels, also in Galiläa, unterwegs war, dann wohnte er in Kafarnaum, in Ha.., im Haus des Simon Petrus, einer seiner Jünger. Und dann heißt es hier, Jesus ging hinaus an den See. Was war das für ein See? Das war oder ist auch noch heute der See Genezareth, ein großer See, schön eingebettet in eine malerische Landschaft, ebenfalls im Norden Israels. Kafarnaum, dieses, diese Handelsstadt, eben die, wo Jesus wohnte, die war direkt an diesem See Genezareth. Jesus ging an diesen See und dann heißt es hier, er lehrte die Menschen. Was lehrte denn Jesus? Was war seine Botschaft? Was gab er den Menschen weiter? Waren es irgendw.., irgendwelche philosophischen Wahrheiten oder irgendwelche Leadership Skills? Oder was hat Jesus hier den Menschen weitergegeben? Na, er hat ihnen ganz viel unterschiedliche Sachen gelehrt. Jesus hat ja, er war ja ein Rabbi. Das heißt, er hat über das Alte Testament geredet und hat das neu ausgelegt mit ei.., mit einer neuen Sichtweise. Aber Jesus hatte eine Kernbotschaft, die sich durch sein ganzes Wirken hindurchzog. Und die lesen wir zum Beispiel, wenn wir jetzt einfach ein Kapitel zurückgehen in Markus eins, Vers fünfzehn. Da heißt es nämlich:
"Nachdem Johannes gefangen genommen war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes." Und jetzt kommt's. "Dass die Zeit ist erfüllt", sagte Jesus, "das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium."
Also die Botschaft von Jesus, die Kernbotschaft war: Das Reich Gottes ist nahe gekommen. Kehrt um von eurem Weg, den ihr ohne Gott gegangen seid bisher und tut Buße. Fangt an, mir nachzufolgen. Glaubt an mich. Glaubt an mein Evangelium.
Also, Jesus war jetzt also an diesem See und predigte zu den Menschen. Als er weiterging und am Zollhaus vorbeikam, sah er dort Levi sitzen, des, den Sohn des Alphäus. Jesus sagte zu ihm: "Folge mir nach." Da stand Levi auf und folgte Jesus. Wer waren diese Zöllner? Na, wenn wir heute Zöllner hören, dann haben wir irgendwie so 'ne Vorstellung von diesen Männern in Uniform, die da am Flughafen stehen und schauen, ob du irgendwas dabei hast, um zu verzollen. Oder wir sehen diese Männer an, am Zollübergang auf der Autobahn, die deinen Ausweis sehen wollen. Aber hier ist was anderes gemeint. Es ist ja so, dass Israel zur Zeit von Jesus besetzt war von den Römern. Die Römer waren Besatzungsmacht in Israel. Und die Römer, die haben eigentlich alles geregelt in Israel. Also sie waren die Chefen. Sie haben das öffentliche Leben geregelt. Sie haben zum Beispiel die Gesetze festgelegt. Dann haben sie definiert, wie man den Kaiser anbeten muss. Sie hatten ihr Militär da vor Ort. Sie haben für die öffentliche Sicherheit gesorgt und selbstverständlich als Besatzungsmacht, sie haben Steuern eingezogen. Also die Römer, die ließen sich's gut gehen, auf Kosten natürlich der Leute in den besetzten Gebieten.
Jetzt war's so zur damaligen Zeit, dass man sich als Einheimischer, vielleicht Aristokrat oder wenn man irgendwie so 'n bisschen reicher war oder irgendwie, äh, Einfluss hatte, konnte man sich von den Römern Besteuerungsrecht kaufen für bestimmte Gebiete. Also man konnte zum Beispiel sagen, ähm, ich kauf mir das Recht, in Kafarnaum, und ich sage jetzt irgendwas, Steuern einzuziehen. Und dann war man den Römern gegenüber verantwortlich, diese Steuern einzuziehen. Aber die Römer schauten nur einfach, dass sie das Geld hatten, das sie festgelegt hatten. Aber wie man diese Steuern einzog, das war den Römern eigentlich egal.
Nun waren das ebenso Steuerbeamte, die diese Steuern einzogen, und oft waren das Einheimische. Und das war ein sehr korrumpiertes System, muss man sagen, weil diese Steuerbeamten, die haben ihr eigenes Volk ausgenommen. Die haben nämlich nicht nur so viel Steuern eingezogen, wie sie den Römern abgeben mussten, sondern die haben oft mehr Steuern eingezogen und haben das dann natürlich den Rest, den Überfluss, den Überschuss an sie selbst behalten und ließen sich's richtig gut gehen auf Kosten ihrer Mitbürger. Und so verwundert es auch nicht, dass die Zöllner damals von den Israeliten abgrundtief gehasst wurden. Na ja, sie waren Kollaborateure. Sie waren auf Kosten der Mitbewohner, der mitleidenden Bevölkerung eigentlich reich geworden. Und, äh, ja, sie waren wirklich geächtet, nicht nur gesellschaftlich, sondern auch geistlich. Sehr oft wurden solche Zöllner, wie hier der Levi, aus der Synagoge ausgeschlossen. Ähm, ja, sie, man, man pflegte keinen Umgang mit ihnen und man kann eigentlich sagen, die Zöllner waren, vereinfacht gesagt, die Ausgeburt des Bösen. In rabbinischen Schriften lesen wir, dass die Zöllner so als Beispiel herangezogen werden, als das Gegenteil eines absolut gerechten und guten Mannes, waren eben die Zöllner als Beispiel für sehr ungerechte Leute. Ja, was, was ich hab mir dann überlegt: Gibt's das heute auch noch irgendwie so vielleicht Berufsgattungen oder Leute, die irgendwie so 'n bisschen, ähm, Ausgestoßene sind oder verpönt sind? Ist vielleicht heute, kennen wir jetzt nicht mehr so wie damals, äh, die, die, die Zöllner. Wir leben ja glücklicherweise auch in einem Rechtsstaat. Aber, ähm, trotzdem ist, ist mir da 'ne Geschichte eingefallen. Da hat mir ein Mann gerade kürzlich erzählt, ein, ein Freund von mir aus meinem Tennisverein, der mit Glaube überhaupt nichts am Hut hat, der hat mir gesagt, "Ich habe eine, ähm, eine Tochter und die hat einen Muslimen als Freund." Und dann hat er gesagt, "Und ich habe eine Schwester und die hatte 'ne richtig große Lebenskrise und dann ist sie irgendwie gläubig geworden", hat er mir da so erzählt, weil er wusste oder er weiß, dass ich gläubig bin. Und da hat er gesagt, "Aber weißt du, die ist jetzt voll extrem. Die lehnt alle ab, die nicht gläubig sind. Die gibt nicht mal dem Freund meiner Tochter, also diesem Muslime, gibt die nicht mal die Hand." Und das erinnerte mich so 'n bisschen, ja, für, für sie, für seine Tochter, ist of, äh, für seine Schwester ist offensichtlich dieser Muslime so ein Ausgestoßener oder eben so ein Zöllner, dem sie nicht mal die Hand gibt, wo sie so auf ihn runterschaut.
Jetzt heißt es hier im Vers vierzehn, dass Jesus an diesem Zöllner, dem Levi, vorbeikommt und, ja, dass er ihn dann beruft, direkt aus seiner Arbeit raus in seine Nachfolge. Das ist faszinierend. Also Jesus gibt, hat das schon bei den anderen Jüngern so gemacht. Die waren ja am Fischen. Der, ähm, die anderen Jünger, die er im Markus eins beruft, wie zum Beispiel den Simon Petrus, den Andreas oder den Johannes. Und auch hier diesen Zöllner, der ruft er aus seinem Beruf raus in seine Berufung. Und spannend ist, und das wissen jetzt viele nicht, dass dieser Levi, der hat sich ja bekehrt und wurde dann ein Nachfolger, ein Jünger, einer der zwölf Apostel von Jesus. Dieser Levi hieß später Matthäus und hat dann später, so gehen viele Bibelforscher heute davon aus, das Matthäus-Evangelium geschrieben. Also wenn du das nächste Mal das Matthäus-Evangelium liest, kannst du dir im Hinterkopf behalten, dass das geschrieben wurde von einem der übelsten Gesellen zur damaligen Zeit, der aber eine wirklich krasse Lebenswende erlebt hat und dann wirklich ein Nachfolger von Jesus wurde und, äh, heute lesen Millionen von Menschen seine Jesus-Lebensbiografie.
"Später war Jesus in Levis Haus zu Gast", heißt es hier. "Zusammen mit ihm und seinen Jüngern nahmen viele Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten, an dem Essen teil. Die Zahl derer, die ihm nachfolgten, war groß." Wie gesagt, Levi hat sich bekehrt und es fand dann, so wie es hier aussieht, ein großes Bekehrungsfest statt. Und wer war da an diesem Fest? Also einerseits waren da Jesus und seine ersten Jünger, die er berufen hat und dann waren da aber primär Zöllner und andere, die als Sünder galten. Damals durften eigentlich Zöllner nur mit anderen Zöllnern verkehren oder eben mit zum Beispiel Prostituierten, die einen ähnlichen Status wie die Zöllner hatten in der Gesellschaft. Also man muss sich das schon mal vorstellen, was das für eine Feier, für eine Party war. 'Ne richtige, äh, Räubergrube, um das mal so 'n bisschen überspitzt zu sagen. Und Jesus war da mittendrin. Und für mich zeigt das etwas sehr Eindrückliches. Wenn du dein Leben Jesus Christus anvertraust, wie zum Beispiel dieser Levi, dieser Matthäus, dann ist das nicht einfach so, dass du Jesus bittest, "Jesus, komm in mein Herz und ich glaub jetzt an dich." Und ab dann bist du irgendwie so 'n bisschen christlich angehaucht und gehst am Sonntag mal in die Kirche, sondern wenn du Jesus in dein Leben einlädst, dann kommt Jesus eben auch in dein Leben. Dann kommt er in dein Haus. Er kommt in jeden Bereich deines Lebens. Nicht nur in die schön aufgeräumte Stube, sondern Jesus kommt auch in dein Schlafzimmer. Er kommt auch in deine Küche und er kommt auch in deinen Keller, wo du vielleicht noch Leichen am Rumliegen hast und Jesus will Heilung reinbringen in dein ganzes Leben und er möchte auch Heilung und Rettung reinbringen in dein Umfeld, in die Leute, mit denen du zu tun hast. Und hier offensichtlich lesen wir, dass viele von diesen Freunden vom Levi, diese Zolleinnehmer, auch angefangen haben, Jesus nachzufolgen. Denn es heißt ja hier, die Zahl derer, die ihm nachfolgten, war groß. Find ich sehr faszinierend.
Dann lesen wir hier im Vers sechzehn: "Als nun die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass Jesus mit solchen Leuten aß, sagten sie zu seinen Jüngern: "Wie kann er nur zusammen mit Zolleinnehmern und Sündern essen?""
Warum hatten jetzt diese Pharisäer ein Problem damit, dass Jesus an dieser Party war? Ich meine, sie hätten ja einfach sagen können, "Na ja, wenn's dir gefällt, ist dein Problem." Hätten sie ja sagen können, die Pharisäer. "Ne, warum, warum gehst du zu dieser, zu diesem Fest? Aber ist deine Sache." Aber die Pharisäer, die hatten richtig ein Problem damit. Warum? Einerseits pflegte man damals eben wie gesagt keinen Kontakt mit Zöllnern. Das machte man nicht. Aber es hatte noch einen viel tiefer liegenderen Grund. Weißt du, zur damaligen Zeit gab es ja viele Leute, die für sich reklamierten, dass sie der Messias sind. Die, das ganze Volk Israel wartete auf den Messias, auf den Retter Israels. Und es gab viele Leute, die sagten, "Ich bin es." Und Jesus war auch so einer. Und die Pharisäer, diese religiöse Partei, die Schriftgelehrten, die waren dafür zuständig, wenn jemand auftrat und sagte, "Ich bin der Messias", um zu klären, ist er es wirklich. Und die Pharisäer, die haben auch bei Jesus Wenn die ihm zugeschaut und zugehört hatten, hatte das einen klaren Grund. Die wollten herausfinden: Ist er wirklich der Messias? Und jetzt hatten die Pharisäer eine klare Vorstellung, die sie aus dem Alten Testament nahmen. Sie wussten, wenn der Messias kommen würde, sie warteten auf diesen Tag, an dem der Messias kommen würde, dann würde er die gerechten Leute, also die guten Leute, um sich sammeln und er würde Gericht bringen über die Ungerechten. Also die Ungerechten würde er wegstoßen und richten und die Guten würde er um sich sammeln und er würde ein neues Friedensreich aufrichten, ne. Und dahingehend hatten die Pharisäer recht. Das ist tatsächlich etwas, was passieren wird. Wir lesen in der Bibel tatsächlich, dass so ein Tag kommen wird, an dem Jesus Christus, der Messias, auf diese Erde kommt, an dem er die Gerechten zu sich holt, also alle, die gerettet sind, die von Neuem geboren sind, die zu seiner Familie gehören und dass er Gericht bringen wird über alle, die eben ungerecht sind, die sich bewusst abgewendet haben von diesem Weg, die nicht mit Gott unterwegs sind. Dieser Tag wird kommen und niemand weiß, wann dieser Tag so weit ist. Es ist, als würde eine Sanduhr laufen im Himmel und niemand weiß, wo die steht, aber irgendwann ist das letzte Sandkorn gefallen und dann wird dieser Weg kommen. Also dahingehend lagen die Pharisäer richtig.
Was die Pharisäer aber nicht wussten, ist, dass Gott zuerst noch einen zusätzlichen Schritt eingebaut hat. Gott wollte nämlich all diese ungerechten Menschen retten. Gott will nicht, dass ein Sünder verloren geht. Er will alle Menschen. Er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Deswegen hat Gott Jesus zuerst auf diese Erde geschickt, um die Menschen zu retten, um dich und mich zu retten. Und dann wird er noch ein zweites Mal kommen und auf das warten wir, äh, in der Zukunft. Und dieses zweite Mal wird es dann so sein, wie die Pharisäer das erwartet haben.
Ja, und so lesen wir das hier auch in diesem, in dieser Antwort von Jesus. Ähm, Jesus geht da konkret auf diese, auf diesen, äh, Vorwurf der Pharisäer ein und er sagt, es heißt hier:
"Jesus hörte das und entgegnete ihnen: "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder."
Jesus kam das erste Mal, von dem wir hier lesen in der Bibel, um Sünder zu rufen. Und weißt du, wir Menschen, ja, wir haben viele Probleme auf dieser Welt. Es gibt viele Sachen, die uns herausfordern, wie wir das auch in dieser Geschichte gehört haben von diesem Gelähmten. Wir haben Krankheiten, wir kämpfen mit Süchten, wir kämpfen mit Ängsten und wir kämpfen mit zerstörten Beziehungen und wir kämpfen mit Hass und mit Krieg und mit allem Möglichen auf dieser Erde. Aber ich sage dir, das sind alles nur Symptome eines viel tiefer liegenden Problems. Unser Kernproblem von uns Menschen ist, dass unsere Sünde unsere Liebesbeziehung zu Gott zerstört hat. Und Jesus, der kam, um dieses Kernproblem zu lösen. Jesus kam, um unsere Sünden zu vergeben und damit wir wieder mit Gott in Beziehung kommen, damit unsere Liebesbeziehung zu Gott wiederhergestellt wird.
Und ja, das stimmt. Wenn, wenn wir über Sünde reden, dann löst das Widerstand aus bei uns Menschen. Vielleicht löst das auch bei dir jetzt Widerstand aus, wenn ich sage, wir alle haben dieses Kernproblem, wir alle sind Sünder. Aber ich sage dir, es ist ganz essenziell, dass du das für dich erkennst. Denn solange du mit einem harten Herzen, mit einem stolzen Herzen in deinem Leben unterwegs bist und sagst: "Ich habe keine Sünde. Ich bin ein guter Mensch. Vielleicht diese Zöllner und eben diese anderen Leute, aber ich doch nicht." Dann, ja, dann gehst du an deiner Rettung vorbei, weil dann lehnst du diesen Jesus ab. Jesus sagt es hier selber:
"Die Gesunden brauchen keinen Arzt" oder vielleicht die scheinbar Gesunden. Aber diejenigen, die krank sind, die es realisieren, "Ich brauche Vergebung, ich brauche Heilung, ich brauche Rettung", die kommen in den Genuss von dieser Rettung, den Jesus, äh, die Jesus Christus auf diese Erde gebracht hat.
Und deshalb solltest auch du dich fragen: "Bin auch ich so jemand, der realisiert hat, ich brauche Vergebung von Jesus, ich brauche Rettung und ich brauche Heilung?"
Ja, was haben wir heute gelernt? Jesus, der kommt zu Levi. Levi war ein Zöllner. Zöllner waren verhasst wie sonst niemand damals. Sie waren ausgestoßen und Jesus ruft aber trotzdem diesen Levi in seine Nachfolge. Und, ähm, ja, Jesus ruft auch dich in seine Nachfolge. Die Pharisäer, die hatten ein Problem, dass Jesus mit diesen Ungerechten Zeit verbrachte. Warum? Weil sie eben nicht realisiert haben, dass Gott ein Gott ist, der ein barmherziges Herz hat für die Verlorenen, dass er alle Menschen retten möchte. Und deswegen gingen sie in ihrem stolzen und harten Herz direkt an ihrer eigenen Rettung vorbei. Und das muss aber bei, bei dir nicht so sein. Du kannst dich fragen, ja: "Bin ich so jemand, der Vergebung, der Heilung und Befreiung in meinem Leben braucht?"
Ihr Lieben, das war's für heute von Bible Study. Nächstes Mal geht's weiter im Text. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen. Bis dann. Tschüss.
Immer wieder schreiben uns Menschen, wie sehr sie durch unser gemeinsames Bibellesen, durch Bible Study, gesegnet wurden. Und vielleicht würdest auch du das sagen. Wenn das so ist, dann schreib auch du uns gerne eine Nachricht. Das ermutigt mich und auch das ganze Team, das hinter der Sendung steht. Übrigens, diese Sendung, die ist komplett spendenfinanziert. Wir freuen uns über jeden von euch, der sich nach seinen Möglichkeiten mit einer kleinen oder großen Spende an den Produktionskosten beteiligt. Danke für alles, was du gibst.
Automatisch transkribiert durch KI
Zusatzinformationen
Serie: BIBLE STUDY mit Gabriel Häsler
Genre: Ratgeber