Markus 1,35-39: Gottes Botschaft muss verkündet werden
Früh am Morgen zieht sich Jesus zum Gebet zurück. Doch er bleibt nicht an einem Ort, sondern geht weiter in die umliegenden Orte. Sein Auftrag ist klar: Die Botschaft vom Reich Gottes muss verkündet werden.
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Transkript
Moin, Servus und Grüezi, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe von Bible Study. Hundert Prozent biblisch, geisterfüllt mit Jesus im Zentrum. Wir lesen wieder gemeinsam in der Bibel, diesem Buch, das uns jeden Tag mit himmlischem Brot ernährt. Normales Brot können wir so viel essen, wie wir wollen. Dadurch wird zwar unser Magen kurzfristig satt, aber unsere Seele nicht. Aber die Bibel, die enthält geistliche Nahrung, die den Hunger ganz tief in uns drin stillt. Die Bibel, das ist Gottes direktes Reden in unser Leben hinein. Sie sättigt uns jeden Tag neu. Aber nur, wenn wir sie öffnen. Und das wollen wir jetzt heute miteinander tun.
Wir befinden uns in unserem Bible Study mitten im Markus-Evangelium. Markus, das ist ja dieser Sohn der Maria, so lehrt uns das die Bibel. Maria war eine gute Freundin der ersten Apostel, also der Leiter der Jerusalemer Kirche. Spannend ist, dass das Zuhause von Markus, also von der Maria, eigentlich der Treffpunkt der ersten Christen war. Wir sehen das zum Beispiel in Apostelgeschichte zwölf. Das ist diese Story, als Petrus gefangen genommen wurde und dann von einem Engel aus dem Gefängnis befreit wurde und das Erste, was er getan hat, als er in Jerusalem aus diesem Gefängnis rauskam: Er ging zum Haus der Maria, also eben der Mutter von Markus. Und das ist dann so diese Geschichte, wo er da klingelte. Oder ne, er hat angeklopft und dann hat die Rode, die Dienerin, hat geöffnet und die dachte zuerst, das ist ein Geist. Und, ähm, na ja, am Schluss haben sie dann gemerkt:
Hey, das ist wirklich der Petrus.
Das war das Haus von Markus. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass das Haus von Markus wirklich so ein, ja, das Hauptquartier war der ersten Kirchen. Wahrscheinlich, geht man davon aus, war zum Beispiel auch das Obergemach in diesem Haus, also da, wo Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern gefeiert hat. Und wahrscheinlich war das auch dieses Haus, wo der Heilige Geist kam, wo da die, die, die Christen, nachdem dass Jesus zurück in den Himmel ging, gebetet haben und wo dann der Heilige Geist auf sie kam. Also Markus, der hier diese Jesus-Biografie geschrieben hat, das war ein Mann der ersten Stunde.
Wo stehen wir im Bibeltext? Wir lesen heute Markus Kapitel eins, Vers fünfunddreißig bis neununddreißig. Das ist eingebettet in diese Zeit, als Jesus in Kafarnaum war. Dieses Haus nordwestlich des See Genezareth, äh, dieses Dorf nordwestlich des See Genezareth. Und Jesus, der wohnte da im Haus des Petrus. Und, ähm, kurz vor jetzt diesen Bibelversen, die wir jetzt heute lesen, wollte Jesus eigentlich die Sabbatruhe in diesem Haus feiern. Es war Sabbat und normalerweise pflegten die Juden, den Sabbat zu Hause zu verbringen und sich zu erholen. Aber für Jesus gab es keine Sabbatruhe, denn wir lesen hier, dass die Schwiegermutter vom Petrus schwer krank war und Jesus heilte sie. Und dann, als dann die Sonne unterging, als der Sabbat zu Ende war, da kam das ganze Dorf in Bewegung. Sie brachten alle Gelähmten und, und Kranken, alle von Dämonen besessenen Menschen zu diesem Haus, zu Jesus, und Jesus heilte sie alle. Ja, und dadurch wurde Jesus sehr bekannt. Seinen Name kannte man in dieser Gegend und die Leute, die waren fasziniert von Jesus. Und hier steigen wir in den Bibeltext ein.
Wie immer bete ich zuerst, dass der Heilige Geist direkt in unser Herz hineinspricht. Ja, Vater, ich danke dir, dass du heute hier bist, während wir in deinem Wort lesen. Ich danke dir, dass du uns dein Wort geschenkt hast, dass wir nicht irgendwie verwaist hier auf dieser Erde zurückgelassen wurden. Ich danke dir, dass dein Heiliger Geist uns dein Wort übersetzt und ich bitte dich, dass genau das jetzt heute geschieht. Ich bitte dich, dass du direkt in unser Herz hineinredest, während wir jetzt diese Verse in der Bibel lesen. Sprich in unsere Situation rein, wo jeder Einzelne jetzt gerade steht. In Jesu Namen, Amen.
Okay, dann lass uns einmal diese fünf Verse, die wir uns heute anschauen, durchlesen. Wie gesagt, Jesus, der war in diesem Haus vom Simon Petrus und der Sabbat war jetzt zu Ende. Es war Sonntagmorgen und hier steigen wir ein. Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, da stand Jesus auf, verließ das Haus und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten. Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm:
Alle fragen nach dir.
Er aber erwiderte:
Lass uns von hier weggehen in die umliegenden Ortschaften, damit ich auch dort die Botschaft vom Reich Gottes verkünden kann, denn dazu bin ich gekommen.
So zog er durch ganz Galiläa, verkündete in den Synagogen die Botschaft vom Reich Gottes und trieb die Dämonen aus. Soweit mal den Bibeltext für heute. Jetzt starten wir bei diesem Vers fünfunddreißig und, ja, überlegen uns, was die Bibel hier zu uns sagen möchte.
Hier heißt es, dass alle in diesem Haus schliefen und Jesus, der stand als Erster auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Hast du dir schon mal überlegt, wie die Leute zu dieser Zeit wohnten? Wenn wir die Bibel lesen, dann haben wir oft so unsere eigene Brille auf und wir denken dann:
Ja, das muss so gewesen sein, dass die da mehrere Gästezimmer hatten und Jesus hatte da so sein Gästezimmer, aber früh morgens stand er auf und ging in einen einsamen Ort.
Aber Das ist ja, war ja eine ganz andere Zeit, als wir heute leben. Das war eigentlich eher so, dass die Leute alle zusammen in einem großen Haus, in einem großen Raum lebten und schliefen und kochten. Das fand alles in einem großen Raum statt im Normalfall. Und es war auch nicht so, dass da jeder sein Bett hatte, sondern die Leute, die hatten eher Matten, die sie da auslegten, um zu schlafen und dann wieder zusammennahmen. Also man muss sich das eher so vorstellen, dass in diesem Haus vom Simon wirklich Rambazamba war. Die ganze Familie war da und dann eben noch diese Jünger und Jesus. Und da gab's nicht viel Privatsphäre. Und da, dahingehend ist es natürlich auch noch mal ein bisschen besser zu verstehen, dass Jesus als Erst-, da vor allen noch, als die Sonne noch gar nicht schien, früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand Jesus auf, verließ das Haus und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten.
Jesus, der ging beten. Wie beteten die Juden zur damaligen Zeit? Auch hier, ich denke, wenn wir so was lesen, dann schauen wir es auch mit unserer Brille an. Vielleicht so mit der Brille, wie wir zu pfle, äh, zu beten pflegen. Also vielleicht bist du jemand, der eher so betet, dass du in ein stilles Kämmerlein sitzt, die Hände faltest und dann das Vaterunser betest. Oder vielleicht sagst du:
Lieber Jesus, bitte schenk mir heute einen guten Tag
oder irgendwie so was. Und du denkst dann, ähm, so haben, hat Jesus auch gebetet, haben die Juden auch gebetet. Aber auch hier, das ist ja in eine Kultur respektive in eine, in die jüdische Religion eingebettet. Jesus war ein Jude. Und deswegen, lass uns mal 'n paar Minuten Zeit nehmen, um uns zu überlegen: Wie haben die Juden oder wie beten die Juden heute noch? Die Juden zur damaligen Zeit und auch heute noch, die kennen eigentlich zwei Formen, wie sie beten. Einerseits feste Gebetszeiten und andererseits individuelle Gebetszeiten. Also wir kennen das vielleicht so von den Muslimen. Die haben ja fünf feste Gebetszeiten pro Tag. Jetzt die Juden, die haben auch solche festen Gebetszeiten, aber nur drei, und zwar am Morgen, am Mittag und am Abend. Das sind einfach so drei feste Bestandteile im Tag, wo der eigentlich der ganze Tag drum herum gebaut ist. Das sind feste Gebetszeiten, wo die, ähm, Juden beten.
Wir waren kürzlich unterwegs auf einem internationalen Flughafen und dann war auch eben die Zeit des Gebets. Wahrscheinlich war das das Nachmittagsgebet ungefähr um fünfzehn Uhr und da war eine ganze Gruppe Juden, die auch gewartet haben, dass sie ins Flugzeug steigen können. Und plötzlich haben die sich da, ähm, richtig angelegt, äh, und bereit gemacht und haben dann alle ihr Nachmittagsgebet gesprochen. Es gibt verschiedene Formen, also das waren liturgische Gebete. Wahrscheinlich das bekannteste Gebet oder nicht nur wahrscheinlich das wichtigste und bekannteste Gebet im Judentum ist das Schma Israel. Höre Israel, das beten die Juden am Morgengebet und am Abendgebet. Dabei ist es eigentlich so, dass sie so nach fest, nach einem festen Muster vorgehen. Sie rezitieren drei unterschiedliche Bibeltexte aus der Tora. Und ich möchte mit euch mal kurz den ersten Teil oder den Anfang des ersten Teils, dieses Schma Israel lesen. Das lesen wir nämlich im fünften Mose, Kapitel sechs, Vers vier. Da steht, und das ist jetzt Teil dieses Schma Israels, die beten dann:
Höre Israel, der Herr, unser Gott ist Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.
Vielleicht klingelt da schon etwas, wenn du das jetzt so hörst. Das Schma Israel, das geht dann noch weiter und das ist das wichtigste Gebet für die Juden. Also das erste Gebet, das ein Kind lernt, wenn es lernen kann zu beten, ist dieses Schma Israel und das letzte Gebet, das ein Mensch auf seinem Sterbebett betet, ist das Schma Israel.
Jetzt sehr spannend ist Jesus, der wurde ebenfalls im Markus-Evangelium einmal von den Schriftgelehrten gefragt:
Jesus, was ist das wichtigste Gebot auf dieser Welt?
Und was Jesus antwortete, das ist hochinteressant, auch im Zusammenhang mit diesem Schma Israel. Hör mal zu. Wir lesen das hier in Markus zwölf im, äh, Vers neunundzwanzig. Da wurde eben Jesus gefragt:
Welches ist das erste Gebot von allen?
Und Jesus antwortete:
Das Erste von allen Geboten ist: Höre Israel, unser Gott ist Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft. Das ist das erste Gebot.
Also, du siehst, das ist, ähm, tatsächlich für die Juden war das absolut wichtig, dieses Schma Israel. Es war wirklich das zentrale Gebet und Jesus hat hier das dann verknüpft auch und hat gesagt, das ist das wichtigste Gebot überhaupt, das es gibt. Nun hatten die Juden nicht nur ihre festen Gebetszeiten, sondern die Juden, die haben auch individuell gebetet. Also vielleicht so, wie wir Christen das, ähm, zu tun pflegen. Also sie haben in ihrem normalen Alltag gebetet. Wenn sie am Arbeiten waren, hilf mir, dies und das zu tun. Ähm, diese individuellen Gebete waren nicht vorformulierte Gebete, wie zum Beispiel das Vaterunser, sondern selbst formulierte Gebete. Sie haben sich beklagt bei Gott, sie haben sich bedankt bei Gott, sie haben Fürbitte getan oder haben Gott angebetet, haben ihn gelobt. Was speziell ist, die Juden, die haben ja immer oder beten immer gegen Jerusalem gewandt, eigentlich so wie, wie die Muslim ja auch richtig Richtung Mekka beten. Und oftmals halten die Juden die Hände in die Luft, wenn sie beten. Und das hast du vielleicht auch schon mal beobachtet, sie schaukeln so 'n bisschen, ne. Also, ähm, das machen sie auch, um sich besser konzentrieren zu können.
Jetzt lesen wir hier eben, dass Jesus beten ging. Und weißt du, ich glaube, das sollten wir Menschen auch tun. Das ist etwas, das wir unbedingt Jesus abschauen müssen. Wir sollten regelmäßig beten. Denn weißt du, wir Menschen, wir wurden nicht geschaffen, um irgendwie alleine auf dieser Welt unterwegs zu sein, sondern Gott hat uns Menschen geschaffen, um in einer Beziehung mit ihm zu sein. Das lesen wir ganz am Anfang in der Bibel, als da, äh, geschrieben oder wo da geschrieben steht, dass Gott uns Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat. Die ersten Menschen, die hatten eine direkte Beziehung mit Gott. Sie haben ihn von Angesicht zu Angesicht gesehen. Aber dann, so lesen wir es in der Bibel, haben sich die Menschen gegen Gott aufgelehnt. Sie gingen ihren eigenen Weg. Sie wollten keinen Chef mehr über ih, über sich haben, sondern sie wollten selbst ihre Regeln festlegen. Und dadurch ging diese Liebesbeziehung, die wir Menschen zu Gott hatten, in die Brüche. Die Menschen gingen ihren eigenen Weg und seit diesem Moment sind alle Menschen auf dieser Welt von Gott getrennt. Es ist, als wäre eine riesige Mauer zwischen uns und zwischen Gott. Und erst durch Jesus Christus, der auf diese Erde gekommen ist, um uns unsere Schuld, unsere Sünde zu vergeben, erst durch Jesus Christus können wir wieder mit Gott versöhnt sein und können eben dann wieder in dieser persönlichen Beziehung mit Jesus stehen. Solange wir nicht diese Versöhnung von Jesus Christus für unser Leben angenommen haben, beten wir zwar auch. Ne, ich denke, die allermeisten Leute auf dieser Welt beten auf die eine oder andere Art und Weise. Aber unser Gebet ist irgendwie immer, es, es scheint wie einfach nur am, an der Decke abzuprallen. Es ist, als würden wir irgendwie Selbstgespräche führen und es ist einfach ein Monolog. Aber dann, wenn Jesus Christus in unser Leben kommt, unsere Sünden ins äußerste Meer wirft und uns wieder mit Gott versöhnt, sind wir wieder in dieser innigen persönlichen Beziehung mit Gott und können eben in diesen Dialog mit Gott treten. Wir können zu ihm reden und wir hören auch seine Stimme. Deswegen, das sollten wir unbedingt tun. Wir sollten es Jesus nachmachen. Wir sollten beten.
Jesus ging früh morgens, heißt es hier. Man weiß ja von so Gehirnforschern, dass das Gehirn früh morgens wirklich absolut am klarsten ist. Also das Wie, das Gehirn wird ja in der Nacht mehr oder weniger gewaschen, sagt man. Also das wird wie, äh, resettet. Und man muss schon sagen, der Moment, wo du aufstehst, auch wenn du jetzt vielleicht nicht so ein Morgenmensch bist, aber das ist eigentlich der Moment, wo dein Hirn am, am aufnahmefähigsten ist. Und ich denke, es ist nicht ein Gesetz für uns Christen, früh morgens zu beten, aber es ist echt empfehlenswert. Ich denke wirklich, diese frühen Zeiten des Tages sind die besten Zeiten des Tages und wir sollten Jesus in unserem Leben die beste Zeit geben. Wir sollten nicht die füllen mit irgendwelchen Handys, ähm, oder, oder irgendwelchen Podcasts, die wir hören. Wir sollten Zeit mit Gott verbringen. Insofern ist das etwas, wo wir uns Jesus echt als Vorbild nehmen können.
Nun heißt es hier Simon im Vers sechsunddreißig: "Und die, die bei ihm waren, die eilten ihm nach. Und als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: Alle fragen nach dir." Ist ja schon bemerkenswert, ne? Wo waren die Jünger, als Jesus früh morgens aufstand? Die Jünger haben geschlafen. Und das ist etwas, was ich eigentlich so ein bisschen durchs ganze Neue Testament, respektive durch diese ganze Jesus-Biografie hindurchzieht. Die Jünger, die, wenn's ums Beten ging, dann waren sie nicht so die Helden. Das lag bestimmt auch eben daran, dass die Jünger noch nicht in dieser persönlichen Beziehung mit Gott lebten. Sie hatten ja noch, noch nicht den Heiligen Geist, diesen Gott, der in ihnen lebt. Und na ja, so haben die Jünger eigentlich, wollten eher Jesus vom Beten abhalten und haben zu ihm gesagt:
Was machst du hier? Alle wollen etwas von dir.
Und das finde ich jetzt auch noch bemerkenswert. Zu dieser Zeit war ja Jesus, wurde immer populärer und seine Agenda, seine, sein, seine, sein Kalender, der füllte sich massiv. Jesus hatte Arbeit bis in den Himmel und alle wollten etwas von ihm. Überall zehrte es an ihm. Aber Jesus, der nahm sich ganz bewusst diese erste Stunde oder diese ersten Stunden des Tages, um zu beten. Und ich denke, da können wir uns selbst auch ein bisschen an der Nase nehmen. Vielleicht kennst du da, das auch, dass du viel los hast in deinem Leben und dann denkst du:
Heute habe ich jetzt ganz besonders viel zu tun und deswegen lasse ich jetzt heute mal die stille Zeit ausfallen.
Aber gerade wenn du viel zu tun hast, solltest du, solltest du diese stille Zeit eben wirklich durchführen. Luther ist ja bekannt für diesen, dass er diesen Satz gesagt hat:
Ich habe heute viel zu tun, darum muss ich heute viel beten.
Also wir sollten es wie Jesus machen. Wenn wir viel zu tun haben, dann sollten wir viel beten.
Gut, Vers achtunddreißig heißt es hier:
Jesus aber erwiderte: Lass uns von hier weggehen in die umliegenden Ortschaften, damit ich auch dort die Botschaft vom Reich Gottes verkünden kann, denn dazu bin ich gekommen.
Bemerkenswert hier, dass Jesus aus dieser Gebetszeit mit einem neuen Fokus herausging. Nämlich er war wieder neu fokussiert für diese Berufung, die er hatte auf dieser Welt. Weißt du, Jesus, der wird ja von den unterschiedlichsten Menschen für ihre eigene Ideologie ein bisschen vor den Karren gespannt, wenn man dem so sagen will. Aber die Frage, die wir uns schon immer wieder stellen müssen, ist: Was war denn wirklich der Auftrag, den Jesus auf dieser Erde hat? Weswegen kam Jesus auf diese Erde? Was war seine Berufung? Er sagt ja, ähm Dazu bin ich gekommen. Wozu ist denn Jesus gekommen? Das lesen wir gerade hier in diesem Bibeltext drin. Er sagt, um die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden. An einer anderen Stelle lesen wir, dass Jesus gesagt hat, der Sohn des Menschen und damit hat er sich selbst gemeint, der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, diejenigen, die verloren sind.
Weißt du, Jesus, der kam aus einem einzigen Grund auf diese Erde. Er kam, um uns Menschen wieder mit Gott zu versöhnen. Denn dass unsere Liebesbeziehung zu Gott in die Brüche gegangen ist, das ist etwas ganz Tragisches. Die Bibel nennt diese zerstörte Beziehung Verlorenheit. Wir Menschen, wir sind verloren. Wir sind alleine auf dieser Erde unterwegs, ohne Gott. Und noch viel schlimmer, wenn wir einmal sterben werden, wenn unser letzter Tag anbricht, wenn wir unsere letzte Reise antreten, dann werden wir auch die Ewigkeit getrennt von Gott verbringen. Und dieser Zustand, der ist gemäß Bibel so schlimm, dass sie ihn mit Verlorenheit bezeichnet.
Und Jesus sagt:
Ich bin auf diese Erde gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Jesus, der kam auf diese Erde und seine Botschaft war immer dieselbe. Wir haben das, ähm, auch a-- beim Markus-Evangelium schon einige Male gelesen: Jesus, der predigte:
Kehrt um und tut Buße und glaubt an das Evangelium.
Das war seine Botschaft. Die Botschaft von Jesus richtet sich primär an die Menschen, die auf ihrem Weg ohne Gott unterwegs sind. Und Jesus sagt:
Kehre um von diesem Weg, auf dem du ohne Gott unterwegs bist und glaube an das Evangelium. Dann wirst du von Neuem geboren werden. Dann wirst du zu einem Kind Gottes werden und dann folge diesem Jesus nach. Geh nicht mehr diesen Weg, den du ohne Gott gegangen bist, sondern folge diesem Jesus nach.
Und ich möchte dir heute diese Frage einmal ganz provokativ stellen: Hast du diese Entscheidung für Jesus schon getroffen? Bist, hast du, bist du ein Kind Gottes? Hast du diese Vergebung von Jesus schon einmal ganz bewusst für dich in Anspruch genommen? Oder bist du noch alleine ohne Gott unterwegs? Und ich möchte dir jetzt die Möglichkeit geben, mit mir zusammen zu beten. Wenn du sagst, ich bin jemand, der noch ohne Gott unterwegs ist, aber heute möchte ich ganze Sachen machen, das ganze Sache machen. Wenn du das möchtest, dann kannst du jetzt mit mir zusammen beten. Ich werde jetzt ein Gebet sprechen, ein Gebet vorformulieren, in welchem ich Jesus bitte, in mein Herz hineinzukommen. Und wenn du das möchtest, dann kannst du dieses Gebet zu deinem eigenen Gebet machen. Du kannst einfach mitbeten und Jesus in dein Herz einladen. Das hört sich dann so an: Ich sage:
Lieber Jesus
und du betest mir nach und sagst:
Lieber Jesus
und bete es laut, sodass du dich auch selbst hörst, dass es wirklich ein Bekenntnis auch für Jesus ist. Okay? Lass uns das tun. Lieber Jesus, ich habe heute erkannt, dass ich ohne dich gelebt habe. Und das tut mir leid. Ich bereue alle meine Sünden, mit denen ich mich gegen dich verschuldet habe. Aber ich glaube, dass du am Kreuz die Strafe für meine Sünden bezahlt hast. Und ich nehme diese Vergebung jetzt für mich in Anspruch. Lieber Jesus, komm in mein Herz und erfülle mich mit deinem Heiligen Geist. Ich will zu dir gehören und ich werde dir nachfolgen, wohin du mich auch führst. Amen.
Ja, letzter Vers, den wir uns heute noch anschauen wollen, Vers neununddreißig:
Da zog Jesus durch ganz Galiläa, verkündete in den Synagogen die Botschaft vom Reich Gottes und trieb Dämonen aus.
Das kennzeichnete den ganzen Dienst von Jesus. Er predigte das Evangelium und heilte die Kranken. Ja, denn dazu kam Jesus auf diese Erde, um zu suchen und zu retten, diejenigen, die verloren sind.
Was war, haben wir heute gelernt? Was haben wir heute gelesen? Jesus ging alleine beten. Das sollten wir auch tun. Jesus ging früh morgens. Er ging an einen einsamen Ort. Den sollten wir uns auch suchen, den Ort, an dem wir beten. Gerade wenn viel läuft, dann sollten wir viel beten. Und dann haben wir schlussendlich noch gehört: Jesus kam, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Ihr Lieben, das war's für heute vom Bible Study. Nächstes Mal geht's weiter im Text. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen. Bis dann. Tschüss.
Immer wieder schreiben uns Menschen, wie sehr sie durch unser gemeinsames Bibellesen, durch Bible Study gesegnet wurden. Und vielleicht würdest auch du das sagen. Wenn das so ist, dann schreib auch du uns gerne eine Nachricht. Das ermutigt mich und auch das ganze Team, das hinter der Sendung steht.
Übrigens, diese Sendung, die ist komplett spendenfinanziert. Wir freuen uns über jeden von euch, der sich nach seinen Möglichkeiten mit einer kleinen oder großen Spende an den Produktionskosten beteiligt. Danke für alles, was du gibst.
Automatisch transkribiert durch KI
Zusatzinformationen
Serie: BIBLE STUDY mit Gabriel Häsler
Genre: Ratgeber