Markus 1,21-28: Jesus treibt einen bösen Geist aus
In Kapernaum lehrt Jesus mit einer Vollmacht, die die Menschen erstaunt. Als ein besessener Mann aufschreit, gebietet Jesus dem bösen Geist zu schweigen und auszufahren. Die Anwesenden merken: Hier spricht und handelt einer mit göttlicher Autorität.
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Transkript
Moin, Servus und grüezi, liebe Freunde aus Nah und Fern. Ich begrüße euch ganz herzlich zu einer neuen Ausgabe von Bible Study. Hundert Prozent biblisch, Geist erfüllt mit Jesus im Zentrum. Wir lesen wieder gemeinsam in der Bibel, diesem Buch, das voller Leben und Kraft ist. Der Inhalt dieses Buches, die Worte in diesem Buch, die sind schärfer als ein beidseitig geschliffenes Schwert. Warum? Weil es eben geistliche Worte sind, die direkt von Gott kommen und direkt in unser Herz, in unseren Geist hineingehen.
Wir befinden uns in unserem Bibelstudium mitten im Markus Evangelium, der Biografie von Jesus. Dabei begleiten wir Jesus durch sein ereignisreiches Leben. Wir dürfen wie die ersten Jünger Jesus über die Schultern schauen und wir werden aus erster Hand Zeuge von den Worten und Taten des Messias.
Wie immer ist es wichtig zu verstehen, wo genau wir im Bibeltext stehen. Wenn wir jetzt hier lesen, wir lesen ja jetzt Markus eins ab den Versen einundzwanzig. Was geschah kurz vorher? Kurz vorher lesen wir, dass Jesus, äh, dass Johannes der Täufer gefangen genommen wurde vom König Herodes Antipas. Und zu dieser Zeit, als eben dieser Johannes gefangen genommen wurde, da trat Jesus auf und er verkündete das Evangelium, heißt es hier.
Jesus, der sagte zu den Menschen: "Kehrt um von eurem Weg, den ihr ohne Gott gegangen sind und glaubt an das Evangelium."
Das Evangelium, das ist diese gute Nachricht, dass Jesus Christus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und wieder auferstanden ist. Dann, ja, lesen wir hier, dass Jesus am See von Galiläa entlangging. Das ist dieser, äh, See Genezareth, wie er auch genannt wird. Und als er so an diesem galiläischen See entlangging, da berief er Simon, Andreas, Jakobus und Johannes. Und, ja, er berief sie in seine Nachfolge. Und dann kam er nach Kapernaum. Und genau hier steigen wir in den Text ein.
Wie immer bete ich noch zuerst, bevor wir Vers für Vers durch diesen Bibeltext durchgehen. Jesus, ich danke dir, dass du heute da bist. Ich danke dir, dass du lebst, dass du auferstanden bist. Und ich danke dir auch, dass du zu uns redest durch dein Wort. Und ich bitte dich jetzt, dass du ja jedem, der jetzt hier zuhört, dass du jedem von uns die Herzensohren öffnest, dass du uns ein Verständnis schenkst für dein Wort. Zeig uns die Geheimnisse aus der Bibel. In Jesu Namen. Amen.
Okay, es sind acht Verse. Ich würde sagen, wir lesen einfach mal durch diese acht Verse durch und gehen dann Vers für Vers da rein.
"Sie kamen nach Kapernaum", also Jesus und seine ersten vier Jünger, die er berufen hat. "Gleich am darauffolgenden Sabbat ging Jesus in die Synagoge und sprach dort zu den Menschen. Sie waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er lehrte sie nicht wie die Schriftgelehrten, sondern mit Vollmacht. In der Synagoge war auch ein Mann, der einen bösen Geist hatte. Er schrie: "Was willst du von uns? Jesus von Nazareth, bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten? Ich weiß, wer du bist. Der Heilige Gottes." "Schweig", befahl ihm Jesus. "Verlass diesen Mann." Da riss der böse Geist den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei. Alle waren erstaunt und erschrocken und einer sagte zum anderen: "Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet. Sogar den bösen Geistern befiehlt er und sie gehorchen ihm." Bald gab es im gesamten Gebiet von Galiläa keinen Ort mehr, an dem man nicht von Jesus sprach."
So viel mal zu diesen, ja, sieben, acht Versen, die wir jetzt hier miteinander lesen. Und jetzt gehen wir Vers für Vers da rein.
"Sie kamen nach Kafarnaum", heißt es hier.
Kafarnaum, das ist diese Stadt so nordwestlich vom See Genezareth. Und diese Stadt, die wurde sehr früh zur Basis von Jesus Dienst. Also von da aus hat er seine verschiedenen Reisen, ganz besonders im Norden Israels, in Galiläa gemacht. Kafarnaum, das war nicht einfach irgendeine Provinzstadt, sondern Kafarnaum, das war eine Handelsstadt. Warum? Weil da ging eine Handelsroute vom Norden von Syrien runter bis nach Ägypten. Und diese Handelsroute, die, die führte an dieser Stadt Kafarnaum vorbei. Kafarnaum, das war auch keine kleine Stadt. Die hatte tausendfünfhundert Einwohner. Zur damaligen Zeit eigentlich gar nicht so schlecht. Nicht 'ne Großstadt jetzt, vielleicht eher ein Großdorf, aber trotzdem tausendfünfhundert Einwohner, also nicht nur Provinz. Und Jesus, der hatte da seine Basis. Bemerkenswert ist auch, dass in Kafarnaum, da lesen wir, dass da wirklich viele Wunder von Jesus geschahen. Zum Beispiel, dass heilte Jesus sei, die Schwiegermutter des Petrus in Kafarnaum. Oder diese Geschichte, vielleicht hast du die auch schon mal gelesen in der Bibel, wo diese Frau, die seit vielen Jahren an Blutfluss litt, ne. Diese Frau, die hat Jesus angerührt. Das passierte auch in Kafarnaum. Oder Jesus heilte zum Beispiel in Kafarnaum, ähm, den Diener dieses römischen Hauptmanns. Werden wir später noch drauf eingehen. Oder er heilte den Sohn eines königlichen Beamten des Herodes, ne. Oder auch das Wunder, als Petrus die Steuern bezahlen wollte oder mit Jesus über die Steuern redete und dann sagte Jesus, ähm: "Schau in den nächsten Fisch rein, da findest du dann die, die Goldmünze, um die Steuern zu bezahlen." Das lesen wir auch. Das passierte auch in Kapernaum, ne. Und- Wahrscheinlich das krasseste Wunder, das da in dieser Stadt geschah: Jesus weckte die tote Tochter des Synagogenvorstehers auf.
Und um die Synagoge geht's hier nämlich gleich jetzt auch. Hier heißt es gleich: "Am darauffolgenden Tag ging Jesus in die Synagoge in Kapernaum und er sprach dort zu den Menschen." Was ist eine Synagoge? Synagoge kannst du dir eigentlich so vorstellen, das ist wie für uns Christen die Kirche ist für die Juden die Synagoge. Ne, die Synagoge, das ist nicht zu vergleichen mit dem Tempel, sondern, ähm, die, die Synagogen, die entstanden so in der Zeit, als die, äh, Juden im Exil war in Babylon und gemerkt haben, dass sie trotzdem Gott anbeten wollen, aber nicht in den Tempel gehen konnten. So, da kam das eigentlich auf. 'Ne Synagoge, das kannst du dir so vorstellen, nicht jetzt wie bei uns heute, wo, äh, in der Kirche Stühle stehen und vorne steht ein Priester und alle schauen nach vorne, sondern damals gab's noch nicht so diesen Priesterteil, dass jemand alles gemacht hatte, sondern der Gottesdienst, der war so ein Gemeinschaftsprojekt von allen Anwesenden. Und so war die Synagoge auch rechteckig angeordnet und die Leute, die saßen sich eigentlich einander zugewandt. Die Frauen, muss man sagen, das war der damaligen Zeit geschuldet, die durften nicht im Hauptraum drin sein, sondern die waren zum Beispiel auf der Empore oben oder hinter einem Vorhang.
Spannend ist auch, dass um einen Gottesdienst in einer Synagoge durchzuführen, mussten mindestens zehn Personen, äh, präsent sein. Dann wurde dieser Gottesdienst in einer Synagoge, der war nicht einfach irgendwie chaotisch, sondern der wurde auch trotzdem geleitet, auch wenn das 'n Gemeinschaftsprojekt war, von eben einem Synagogenvorsteher. Wir haben ja gehört eben, dass da auch die Tochter des Synagogenvorstehers wieder zum Leben erweckt wurde von Jesus. Und der Ablauf eines solchen Gottesdienstes war eigentlich so, dass man zuerst das Schma Israel gebetet hat, also dieses Glaubensbekenntnis der Juden. Und dann wurde ein Text aus der Tora gelesen, also aus den Büchern Mose. Und dann wurde ein Text aus den Propheten gelesen. Und dann gab's, äh, hat jemand diesen Text ausgelegt. Wir sehen das sehr eindrücklich, zum Beispiel in dieser Geschichte, die auch in den Evangelien überliefert ist, als Jesus in der, in der Synagoge war und dann heißt es, ihm wurde die Jesaja-Schriftrolle gereicht. Dann hat, dann stand Jesus, hat den Text aus der Jesaja-Rolle vorgelesen und dann heißt es, er setzte sich und lehrte sie. Das war nämlich so, nicht wie heute, wurde nicht stehend gepredigt oder gelehrt, sondern die Lehre fand dann immer sitzend statt. Und wie gesagt, das, ähm, haben teilweise, das hat nicht der Synagogenvorsteher gemacht, dass er die Textlesungen gemacht hat oder die Auslegung, sondern das haben verschiedene Leute gemacht. Natürlich, sie mussten lesen können und, äh, oft waren es natürlich auch Rabbiner, die ausgebildet waren, aber auch sonst Leute wurden da involviert. Und dann wurde da auch oft diskutiert miteinander. Das konnte vielleicht auch mal laut werden. Dann am Schluss gab's dann noch Lob und Dank und ein Segensgebet und ja, wie gesagt, jeder konnte sich beteiligen hier in der Synagoge. Und Jesus, der kam, wie gesagt, am folgenden Sabbat in die Synagoge, lesen wir hier. Ja, in Vers zweiundzwanzig steht dann:
"Sie waren", nachdem dass Jesus eben sich gesetzt hatte und gelehrt hatte, "sie waren von seiner Lehre tief beeindruckt, denn er lehrte nicht wie die Schriftgelehrten, sondern er lehrte mit Vollmacht."
Was war der Unterschied von der, von der Art und Weise, wie Jesus gelehrt hat, zu der Art und Weise, wie die Schriftgelehrten, die Rabbiner gelehrt haben? Was hat die Leute hier beeindruckt? Ganz klar, Jesus lehrte mit Vollmacht. Dieses Wort Vollmacht hier, das ja natürlich im Griechischen, ähm, ins Deutsche übersetzt wurde, das heißt im Griechischen Exousia. Und Exousia oder Exousia, das kann eigentlich übersetzt werden mit Befehlsgewalt, mit eben Vollmacht, mit der Erlaubnis, etwas zu tun.
Und du musst wissen, Jesus, der predigte ja nicht über das Neue Testament, das gab's ja damals noch nicht, sondern Jesus predigte ja über den Tanach, ne. Der Tanach, das sind, das ist, könnte man sagen, die, die, die Bibel der Juden. Das sind eben die, ähm, das ist das Gesetz, die Bücher Mose, dann die prophetischen, äh, Texte und die Schriften, wie zum Beispiel die Psalmen. Und was Jesus über diesen Tanach sagte, das hatte eben Kraft, im Gegensatz, im Gegenteil zu dem, was die Rabbiner da jeweils drüber sagten. Warum hatte das Kraft? Weil Jesus berufen war von Gott. Das, was er sagte, sagte er in der Autorität Gottes, in der Vollmacht Gottes. Ne, die Rabbiner, die damals lehrten, die haben ja so 'ne Tora-Schule gemacht und wenn die lehrten, dann redeten die eigentlich im Auftrag oder in der Vollmacht der Tora-Schule. Jesus aber, der predigte im Auftrag und in der Vollmacht Gottes.
Und ja, das ist teilweise auch heute so. Ich find das noch spannend. Es gibt auch heute manchmal, wenn man Predigern zuhört, ha-hat man manchmal den Eindruck, dass irgendwie so das, was sie sagen, ähm, und das, was sie leben und ausstrahlen, irgendwie nicht so zusammenpasst, ne. Das geht so auseinander. Sie haben zwar gesalbte Worte, vielleicht sind sie rhetorisch unglaublich gut, aber man hat den Eindruck, die sind nicht wirklich in Vollmacht und in Autorität unterwegs und das ist damals auch so gewesen. Jesus lehrte in Vollmacht, in Exousia. Das bedeutet auch, dass er eben nicht nur theoretisch gelehrt hat, sondern er hat eben auch ganz praktisch gehandelt. Ne, Jesus hat in seiner Lehre, während seiner Lehre auch Kranke geheilt. Er hat Tote auferweckt und er hat eben auch Dämonen ausgetrieben, wie wir jetzt gleich im nächsten Vers sehen werden.
Hier steht in der Synagoge, da war auch ein Mann, der einen bösen Geist hatte. Er schrie:
"Was willst du von uns? Jesus von Nazareth, bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten? Ich weiß, wer du bist, der Heilige Gottes."
Also hier saß ein besessener Mann, ein Mann, der einen Dämon in sich hatte, einen bösen Geist. Auch heute gibt es besessene Menschen, Leute, die einen Dämon in sich haben. Und ich wurde gerade kürzlich, wurde ich gefragt von jemandem: "Ha-haben alle Menschen, die nicht Jesus in sich haben, Dämonen in sich?" Und nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, das ist wirklich etwas, noch etwas Spezielles, dass ein Dämon Besitz ergreift von einem Menschen ganz persönlich. Es ist auch nicht vergleichbar mit einer psychischen Krankheit, ähm, oder irgendwie so was. Nein, besessen sein, das bedeutet, eine eigenständige Macht lebt in dir, eine unanständige Macht, die dich dazu bringt, Dinge zu tun, die du gar nicht tun willst. Hast du auch schon erlebt, äh, dass Menschen besessen sind? Ken-kennst du solche Beispiele?
Ich hab, also wir leben ja in einer Zeit, wo das nicht mehr so präsent ist. Also die Dämonen, habe ich das Gefühl, manifestieren sich zumindest in unseren Breitengraden jetzt nicht mehr so wie damals zur Zeit von Jesus. Und ich glaube, das liegt auch daran, dass man heute, wenn solche Leute eben manifestieren, dass sie dann sofort als psychisch krank eingestuft werden und eben dann verräumt werden in irgendwelche Anstalten und dann mit Medizin, ähm, schön ruhig gehalten werden oder vielleicht sogar fixiert werden, damit sie sich selbst nichts antun. Deswegen sieht man solche Leute jetzt nicht so oft in der Öffentlichkeit. Aber trotzdem habe ich das schon erlebt.
Also ich kann mich zum Beispiel erinnern, als ich in Basel unterwegs war mit meinen drei Kindern. Wir haben ja acht Jahre in Basel gelebt und da war ich in der Stadt unterwegs und plötzlich steht eine Frau vor mir, schaut mir direkt in die Augen und sagt:
"Deine Kinder werden alle sterben."
Und also musst du zuerst mal hören, aber in diesem Moment habe ich wie, also im Bruchteil einer Sekunde habe ich realisiert, das ist ein Dämon und das war bestimmt der Heilige Geist, der durch mich geredet hat. Ich hab der sofort in die Augen geschaut und hab gesagt:
"Das breche ich im Namen von Jesus Christus."
Und dann hat diese Frau noch geknurrt irgendwie und hat, hat zu mir gesagt: "Ich bin der Teufel." Und ich hab dann gesagt: "Ja, ich weiß", und bin weitergegangen mit meinen Kindern. Und ich sag dir, das hat mich natürlich schon noch ein bisschen beschäftigt, aber natürlich, ich hab keine Sekunde lang Angst gehabt, dass meine Kinder jetzt deswegen sterben werden, dass das irgendwie so ein Fluch ist. Warum? Weil ich wusste, Jesus ist stärker und ich habe es ja auch gebrochen. Und vielleicht hast du auch schon solche Sachen erlebt, solche Menschen, die eben besetzt, besessen waren von Dämonen.
Nun dieser Mann, der sagte zu Jesus: "Was willst du von uns, Jesus von Nazareth?" Ne, der, der Dämon, der sagte: "Bist du gekommen, um uns zugrunde zu richten?" Also der zitterte. Und das war ja oft so, wenn Jesus die Szenerie betrat, dann haben die Dämonen angefangen zu zittern. Die haben das Weite gesucht. Vor was hatten die Dämonen Angst, wenn Jesus kam? Der Dämon hier sagt's, er hat Angst davor, dass Jesus ihn zugrunde richtet. Und das ist ja auch das Schicksal, das alle Dämonen ereilen wird. Sie werden von Jesus zugrunde gerichtet. Wir lesen das in der Bibel an unterschiedlichen Stellen. Die ewige Verdammnis, die ewige Hölle, die ist ja nicht für uns Menschen geschaffen. Gott wollte nie, dass wir Menschen in die Hölle kommen. Ne? Wir Menschen, wir entscheiden uns selbst, dahin zu gehen, indem wir uns Gott verweigern. Nein, die Hölle, die wurde geschaffen für den Teufel und für seine Dämonen. Und ja, der, der Dämon, der hatte hier Angst, dass Jesus ihn schon vor seiner Zeit, ähm, zugrunde richtet, in den Abyssos, in den Abgrund schickt und deswegen hat er hier gezittert. Und er hat gesagt: "Ich weiß, wer du bist, der Heilige Gottes", lesen wir hier. Also auch sehr bemerkenswert. Die Dämonen wissen ganz genau, wer Jesus ist. Er ist der Heilige Gottes. Er ist Gottes Sohn. Er ist nicht einfach ein Prophet, nicht einfach irgendwie ein, ein Sozialrevolutionär. Er ist Gottes Sohn, der für die Sünden der Menschen zu sterben auf diese Erde gekommen ist. Also der Dämon weiß, wer Jesus ist. Die Frage ist: Weißt du es auch?
Nächster Vers: Jesus schaute den Dämon an und er sagte ihm:
"Schweig."
Ne, also Jesus, der will kein Zeugnis von Dämonen, offensichtlich. Also der Dämon sagt zwar, bekannt, Jesus ist Gott, aber der Jesus will kein Zeugnis von einem Dämon. Im Gegenteil, er sagt zu ihm:
"Verlass diesen Mann."
Das ist auch sehr interessant. Jesus war ja nicht der Erste, der Dämonen ausgetrieben hat. Ne, also auch die Rabbiner, schon lange vor Jesus, haben Dämonen ausgetrieben. Und spannenderweise gibt, es gibt ja Historiker, die auch über die Zeit vor Jesus berichten. Und einer der bekanntesten Historiker auf der Welt war der damalige jüdische Bürger Flavius Josephus. Und dieser Flavius Josephus schreibt in seinen Berichten über eine Zeit vor Jesus. Er beschreibt da von einem, ich vermute, das war ein Rabbiner, von einem Mann, der hieß Elazar. Und dieser Rabbiner, der trieb öffentlich einen Dämon aus. Und dieser Bericht gibt uns einen spannenden Einblick, wie die Rabbiner damals Dämonen ausgetrieben haben. Der hat das nämlich folgendermaßen gemacht: Der hatte einen Ring, wo wahrscheinlich irgendwie so was Magisches, eine, irgendeine Wurzel dran hing. Äh, die, ist nicht beschrieben, was für eine Wurzel, aber mit diesem Ring zog er dann den Dämon aus der Nase des Besessenen. Also er hielt den Ring vor die Nase des Besessenen, zog den raus und hat dann noch irgendwelche Magischen Formeln des König Salamos gesprochen, wie die Rabbiner damals glaubten sie, dass der König Salamos solche Formeln hatte, Dämonen auszutreiben. Und als der Mond, der Dämon dann draußen war, hat er ihn dann noch beschworen, nicht zurückzukehren in den Mensch. Und um den Umherstehenden zu beweisen, dass dieser Dämon jetzt den Besessenen verlassen hat, hat er ein Wassergefäß aufgestellt und hat dem Dämon geboten, dieses Wassergefäß jetzt umzustoßen, was der Dämon dann gemäß dem Bericht von diesem Historiker Flavius Josephus auch getan hat. Also du siehst, sehr eindrücklich, äh, oder interessant, wie die das gemacht haben, aber Jesus, wie wir hier lesen, der hat das komplett anders gemacht. Er hat es ohne Hokuspokus gemacht, ohne magische Formeln. Jesus hat einfach befohlen, er hat geboten, er hat mit Exousia, mit Befehlsgewalt, hat er diesem Dämon gesagt:
"Verlass diesen Mann."
Also wenn Gott etwas sagt, dann geschieht's. Ne, wir sehen das schon bei der Schöpfung. Gott hat gesagt, es werde Licht und es ist pa, passiert. Sehr eindrücklich. Da riss der böse Geist, heißt es hier, den Mann hin und her und verließ ihn mit einem lauten Schrei. Hier werden wir Zeugen davon, wieso ein Herrschaftswechsel passiert. Ne, dieser, dieser Mann, der war offensichtlich unter der Herrschaft des Teufels. Und hier lesen wir, wie dieser Mann die Herrschaft wechselt. Er, er stellt sich rüber auf die Seite Gottes. Der Dämon verlässt ihn mit einem lauten Schrei und jetzt steht er unter der Herrschaft Gottes. Und das ist auch die Frage, die du dir stellen solltest in deinem Leben: Unter welcher Herrschaft stehst du?
Denn weißt du, das ist etwas, das wir in der ganzen Bibel immer wieder lesen. Es gibt keinen neutralen Boden. Also du kannst nicht irgendwo dazwischen stehen. Entweder stehst du unter der Herrschaft des Teufels oder du stehst unter der Herrschaft Gottes. Und die Frage, die du dir stellen musst, ist, unter welcher Herrschaft stehst du?
Nächster Vers:
"Alle waren erstaunt und erschrocken und einer sagte zum anderen: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet. Sogar den bösen Geistern befiehlt er und sie gehorchen ihm."
Hier wird mit Vollmacht eine neue Lehre verkündet, haben die Leute selbst gecheckt. Also mit Exousia. Jesus lehrte mit Vollmacht, mit Befehlsgewalt. Er gebot diesen Dämon und er floh. Na, Jesus, der heilte auch Krankheit, indem er der Krankheit gebot. Und Jesus weckte auch Tote auf, indem er den Toten zurück ins Leben befahl.
Das ist etwas, das lesen wir zum Beispiel auch an anderen Stellen. Vielleicht hast du diese Stelle auch schon entdeckt in der Bibel, wo ein, ein römischer Hauptmann Jesus bittet, dass er seinen Diener heilt. Und dann sagt Jesus: "Ja, kein Problem. Ich komme zu dir nach Hause." Der Hauptmann sagt: "Nee, nee, nee, nee, du musst nicht zu mir nach Hause kommen. Du kannst einfach einen Befehl aussprechen und es wird geschehen, denn ich weiß doch, wie das läuft. Auch ich, ähm, habe Soldaten, denen ich etwas befehlen kann, und sie tun es." Und als Jesus das gehört hat, äh, heißt es hier in der Bibel, da sagt, da wunderte er sich sehr und er sagte: "Wahrlich, wahrlich, so einen Glauben habe ich noch nie gesehen." Also Jesus gebietet der Krankheit und, äh, ja, dieser Diener wurde dann auch gesund.
Und dann übertrug Jesus diese Vollmacht, diese Exousia, auf seine Jünger. Das lesen wir nämlich hier, zum Beispiel in Matthäus zehn. Ich lese das jetzt einfach vor, ich blende das nicht ein.
In Matthäus zehn Vers eins steht: "Und Jesus rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, dass sie sie austrieben und jede Krankheit und jedes Gebrechen heilten."
Jesus gab den Jüngern die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die Macht des Bösen zu brechen. Und diese Vollmacht, die gibt Jesus auch dir, wenn du ein Jünger von Jesus bist.
Letzter Vers:
"Bald gab es im gesamten Gebiet von Galiläa keinen Ort mehr, an dem man nicht von Jesus sprach."
Alle Menschen kannten Jesus und die große Frage ist: Kennst auch du Jesus Christus?
Was haben wir heute gelesen? Jesus kam nach Kapernaum, das war seine Base. Er lehrte da in der Synagoge. Er lehrte nicht wie die Schriftgelehrten. Er lehrte mit Vollmacht, mit Exousia. Dann kam da ein Besessener, der sagte: "Ich weiß, wer du bist." Die Dämonen wissen, wer Jesus ist. Weißt du es auch? Jesus trieb ihn mit Vollmacht aus und diese Vollmacht, die gibt er auch uns.
Ihr Lieben, das war's für heute von Bible Study. Nächstes Mal geht's weiter im Text. Bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und bis dann. Tschüss.
Immer wieder schreiben uns Menschen, wie sehr sie durch unser gemeinsames Bibellesen, durch Bible Study, gesegnet wurden. Und vielleicht würdest auch du das sagen. Wenn das so ist, dann schreib auch du uns gerne eine Nachricht. Das ermutigt mich und auch das ganze Team, das hinter der Sendung steht. Übrigens, diese Sendung, die ist komplett spendenfinanziert. Wir freuen uns über jeden von euch, der sich nach seinen Möglichkeiten mit einer kleinen oder großen Spende an den Produktionskosten beteiligt. Danke für alles, was du gibst.
Automatisch transkribiert durch KI
Zusatzinformationen
Serie: BIBLE STUDY mit Gabriel Häsler
Genre: Ratgeber