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Schlachter 2000

Die Schlachter Bibel ist eine deutschsprachige Bibelübersetzung, die der Schweizer Prediger und Zeitungs­herausgeber Franz Eugen Schlachter (1859 – 1911) erstmals 1905 als „Miniaturbibel“ veröffentlichte. Ziel war eine wortgetreue, zugleich flüssig lesbare Übertragung der hebräischen, aramäischen und griechischen Urtexte für die evangelikale Erweckungsbewegung des deutschsprachigen Raums.

Tipp: Die Schlachter Bibel kannst du online in der Bibelthek von Bibel TV lesen oder in der Bibel App von Bibel TV.

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Das zeichnet die Schlachter Bibel aus

Für wen ist die Schlachter Bibel geeignet

Die Schlachter Bibel richtet sich vor allem an Menschen, die beim Lesen möglichst nah am ursprünglichen Sinn des biblischen Textes bleiben möchten, ohne dabei in altertümlichem Deutsch steckenzubleiben. Besonders beliebt ist sie in evangelikalen Freikirchen und Bibelkreisen, weil ihr wortgetreuer Stil eine solide Grundlage für Predigten, Hauskreis­abende und persönliches Bibelstudium bietet.

Auch Leserinnen und Leser, denen die klassische Luther-Sprache zu schwerfällig erscheint, finden in der Schlachter eine verständliche, zugleich aber nicht umgangs­sprachliche Alternative. 

Geschichte der Schlachter Bibel

1905: Miniaturbibel
Erste Komplettausgabe; kompakt und daher populär für Evangelisation. 

1911–1918: Erste Revision
Nach Schlachters Tod überarbeiten die Schweizer Pfarrer Karl Linder und Ernst Kappeler den Text; ab 1918 druckt die Württembergische Bibelanstalt ihre Fassung.  

1951: Revision der Genfer Bibel­gesellschaft
Behutsame Textglättung, Vereinheitlichung von Eigennamen, Einführung der Gottesbezeichnung „HERR“.

1995–2003: Schlachter 2000-Projekt
Tiefgreifende sprachliche Modernisierung unter Leitung der Genfer Bibelgesellschaft; Abschluss 2003.

Textgrundlage der Schlachter Bibel

Die Schlachter Bibel orientiert sich eng an den ursprünglichen Sprachen der Bibel. Für das Alte Testament greift sie auf den sogenannten Masoretischen Text zurück – das sind sorgfältig überlieferte hebräische Handschriften, die seit Jahrhunderten als verlässliche Grundlage dienen. Nur in Einzelfällen wird kontrolliert, ob alte griechische Übersetzungen (Septuaginta) hilfreich sind, doch die hebräische Fassung bleibt die Richtschnur.

Beim Neuen Testament setzt Schlachter bewusst auf den Textus Receptus. Dieser „Reformationstext“ entspricht im Kern dem griechischen Wortlaut, den schon Luther oder die englische King-James-Bibel nutzten. Moderne, kritisch rekonstruierte Ausgaben (etwa Nestle-Aland) weichen an manchen Stellen geringfügig ab, doch Schlachter hielt am bewährten Reformationstext fest, weil er in evangelikalen Kreisen als zuverlässig und theologisch bewährt gilt.

Die Revisionen von 1951 und 2000 haben diese Entscheidung bestätigt: Sie verbessern Sprache und Lesbarkeit, verändern jedoch nicht die zugrunde liegenden Originaltexte. So bieten die Revisionen Leserinnen und Lesern heute einen flüssigen deutschen Stil, ohne dass die vertraute Textbasis angetastet wird.

Überblick über die Revisionen

Schlachter Bibel 1951

Schlachter Bibel 2000

Verbreitung der Schlachter Bibel

Die Schlachter-Übersetzung erscheint in zahlreichen Formaten – von Taschen- bis Großdruck- und Studien­ausgaben – und ist digital u. a. in der Bibelthek im Web oder der App von Bibel TV verfügbar . Besonders die Schlachter 2000 wird in Freikirchen, Bibelschulen und Hauskreisen im deutschsprachigen Raum für Predigt, Unterricht und persönliches Studium eingesetzt. Auch missionarische Organisationen schätzen die freie Online-Verfügbarkeit, um Menschen niederschwellig Zugang zur Bibel zu eröffnen.

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